Das lebende Steinzeitdorf - Projekt Wohnversuch


Hamburger Studenten lebten eine Woche im Steinzeitdorf
In der Zeit vom 19. bis zum 24. Juli 2012 fand auch in diesem Jahr wieder ein Praxis-Seminar des Archäologischen Instituts der Universität Hamburg im „Steinzeitdorf“ des Steinzeitparks Dithmarschen in Albersdorf statt.

Ziel des durch das europäische Projekt „OpenArch – Kooperation archäologischer Freilichtmuseen in Europa“ kofinanzierten Seminars unter Leitung von Tosca Friedrich und Birte Meller vom Archäologischen Institut war es, die im Originalmaßstab rekonstruierten Steinzeithäuser im Steinzeitdorf mit Leben zu füllen. Konkret ging es dabei um das 2010 neu errichtete „Haus von Flintbek“ aus der späten Jungsteinzeit und das seit 2011 bestehende „Kulthaus von Tustrup“. Die Vorlagen für die praktische Nutzung von Wohn- und Arbeitsbereich stammen dabei aus archäologischen Befunden der späten Jungsteinzeit und frühen Bronzezeit in ganz Europa.

HA-dpa-Meldung
 Zum „Wohnversuch“ zur Jungsteinzeit Norddeutschlands hatten sich die ca. 25 Studentinnen und Studenten in verschiedene Arbeitsgruppen aufgeteilt; dazu gehörten z. B. die Gruppen „Holz/Möbel“ „Ernährung/Getreide“, „Textil“, „Feuermachen/Brandexperimente“, und „Ausbesserung/Instandhaltung“. Neu war in diesem Jahr zum ersten Mal das Thema „Bronzegießen“, außerdem fanden regelmäßig Führungen und Erläuterungen für die Besucher statt. Da für solch eine Arbeit natürlich viele spezielle Materialien benötigt werden, hat Dr. Rüdiger Kelm vom Steinzeitpark sich bereits seit mehreren Wochen mit der Zusammenstellung von Knochen, Leder, Muscheln, Bau- und Brennholz und anderem Baumaterial beschäftigt. „Nach Abschluss unserer Projektwoche werden die bewohnten Steinzeithäuser dann sicher noch viele Spuren der Benutzung durch die modernen „Steinzeitmenschen“ aufweisen. Sie werden dann vermutlich so wirken, also ob die Bewohner nur einmal kurz weggegangen sind ...“, sagte Rüdiger Kelm.

Das „lebende“ Steinzeitdorf war vom 19. Juli 2012 bis zum 24. Juli 2012 täglich  zwischen 11.00 und 17.00 Uhr zu besichtigen. Die Hamburger Studierenden beantworteten geduldig alle Fragen und gaben den zahlreichen Besucher ausführliche Erklärungen. Auch im Hamburger Raum wurde darüber berichtet, wie aus dem Bericht im HA vom 23.7. zu lesen war (s. Bild).

Jetzt sind die Häuser wieder während der regulären Öffnungszeiten des Steinzeitdorfs zu besichtigen
(Di – So 11 – 17 Uhr).



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