(RK)Im Steinzeitpark Dithmarschen wurde im Oktober 2010 ein weiterer Feldbrandversuch zur Herstellung von Keramik durchgeführt. Die Steinzeitbetreuerin Erika Drews hatte dazu die Idee und war auch verantwortlich für die Durchführung. Insgesamt wurden drei in Originalgröße und Originaltechnik hergestellte Tongefäße mit Spitzböden im Gelände erfolgreich gebrannt.
Das Vorbild für diese Töpfe wurde im späten 19. Jahrhundert in 3 m Tiefe in Seedorf bei Ecklack (Kreis Steinburg) gefunden: Es handelt sich um einen relativ kleinen Topf (ca. 25 cm Höhe und ca. 14 cm max. Durchmesser), der in die späte Mittelsteinzeit datiert (um ca. 5.000 v. Chr.) und auf einem Aufenthaltsplatz der späten Jäger und Sammler auf einem dort damals vorhandenen Strandwall verloren gegangen ist. Solche Formen sind typisch für die sog. Ertebölle-Kultur der letzten mittelsteinzeitlichen Jäger und Sammler, die aber schon erste Kenntnisse von Ackerbau und Viehzucht besassen.
(Bilder von Erika Drews mit zwei Feldbränden aus dem August und Oktober/November)
Eines der rekonstruierten Gefäße wird demnächst in der neuen Dauerausstellung des Brunsbütteler Heimatmuseums zu sehen sein, die beiden anderen werden zukünftig für die museumspädagogische Arbeit des Steinzeitparks genutzt werden können.
Eine weitere Replik in Originalgröße befindet sich in der Dauerausstellung des Museums für Archäologie und Ökologie Dithmarschen in Albersdorf.
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