Steinzeitpark Dithmarschen in Albersdorf

Im Steinzeitpark Dithmarschen in Albersdorf wird auf einem ca. 40 Hektar großen Freigelände eine urgeschichtliche Kulturlandschaft der Zeit um 3.000 v. Chr. rekonstruiert. In der Nähe der vielen Großsteingräber und Grabhügel um den hübschen Luftkurort Albersdorf herum entsteht ein „Steinzeitdorf“, in dem steinzeitliche Tätigkeiten wie Flintschlagen, Bogenschießen oder Feuermachen angeboten werden.


Der Steinzeitpark ist geöffnet von
April bis Oktober täglich von 11 – 17 Uhr
(nur montags ist geschlossen).
Jeden Sonntag wird das
„Leben im Steinzeitdorf“
mit Führungen und Mitmachaktionen lebendig.





Sie finden den Steinzeitpark Dithmarschen in der
Süderstr. 47 in 25767 Albersdorf. 
Sie können  auch Führungen und Veranstaltungen unter
Tel. 04832-9597333 (werktags von 10 bis 13 Uhr) oder über
info@aoeza.de buchen.


Übersicht der aktuellen Berichte


Wer kennt sich aus?

Rätsel im Steinzeitpark Dithmarschen



Schreibe uns doch bitte im Kommentar, was Du erkennst und wo Du das, was Du im Bild siehst, im Steinzeitpark gefunden hast!

Archäologische Praxiskurse im Steinzeitpark

Silberschmiede und antiker Bronzeguss

Am 16. und 17. Juni 2012 gibt es im Steinzeitpark Dithmarschen in Albersdorf wieder interessante Angebote zu urgeschichtlichen Handwerkstechniken.

Der Kurs „Silberschmiedekunst der Wikingerzeit“ findet im Steinzeitdorf unter Leitung von Kerstin Schwämmle von AGIL, dem Lüneburger Büro für angewandte Archäologie, am Sonnabend, den 16. Juni 2012 statt.

Der erstmals in Albersdorf von AGIL angebotene Kurs „Antiker Bronzeguss“ wird dann ebenfalls unter Leitung von Kerstin Schwämmle am Sonntag, den 17. 6. 2012, durchgeführt.

Der Preis pro Teilnehmer beträgt je Kurs € 60,--. Mitglieder des Fördervereins AÖZA e. V. erhalten eine Ermäßigung von 20 %.

Anmeldungen ab sofort bitte beim Steinzeitpark (unter info@aoeza.de) oder direkt bei AGIL (unter Tel. 04131-681706 oder Mail: info@agil-online.de).

Post aus der Steinzeit?

Ab sofort gibt es im Steinzeitpark Dithmarschen in Albersdorf zwei neue Sonderbriefmarken, die als Motive das bekannte Großsteingrab Brutkamp in Albersdorf und ein Steinzeithaus im Steinzeitpark haben.
Der Brutkamp ist das Großsteingrab mit dem größten Deckstein in Schleswig-Holstein (mit einem Gewicht von gut 23 Tonnen!), der auch im Wappen der Gemeinde Albersdorf abgebildet ist.
Bei dem Steinzeithaus handelt es sich um den Typ „Flögeln“, der aus der Zeit um 3.200 v. Chr. stammt und in originaler Größe im Steinzeitpark in Albersdorf nachgebaut wurde.

Die neuen Sondermarken gehören dabei zur Serie „Marke individuell“ der Deutschen Post und besitzen einen Markenwert von € 0,45 (für Postkarten) bzw. von € 0,55 (für Briefe).
Im Verkauf kostet die Marke dann € 0,60 bzw. € 0,70. Damit können die zusätzlichen Herstellungskosten der in Zusammenarbeit mit Manfred-Guido Schmitz vom Nordstrander Schmitz-Verlag hergestellten Sondermarken getragen werden.

„Allein wegen der kleinen Auflage von jeweils nur 500 Stück besitzt diese Briefmarke natürlich einen besonderen Wert“, freut sich Dr. Rüdiger Kelm vom Steinzeitpark Dithmarschen.
„Die Bezeichnung „Post aus der Steinzeit“ bekommt damit natürlich wortwörtlich noch einmal einen ganz neuen Wert“, so Kelm.

Die neuen „Steinzeit-Briefmarken“ sind exklusiv nur im Servicegebäude am Eingang des Steinzeitparks und in der Albersdorfer Touristinformation in der Amtsverwaltung (Bahnhofstr. 23) erhältlich.

Schattenspender für den Parkplatz


Schatten spendende Bäume verschönern ab diesem Jahr den Parkplatz am Steinzeitdorf Dithmarschen. Nun fügt sich die kahle Parkfläche durch das Grün der Bäume in das gesamte Steinzeitparkgelände harmonisch ein. 
Dank einer großzügigen Spende der Fielmann AG, Deutschlands größtem Optiker, konnte in Zusammenarbeit mit der der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und dem Förderverein AÖZA diese Aktion durchgeführt und abgeschlossen werden. 
Insgesamt fanden sechs Bergahorn, sechs Winterlinden und 12 Waldkiefern so einen neuen Standort. Die Laubbäume, die bereits eine Größe von annähernd drei Metern haben und schon die ersten Triebe zeigen, werden in diesem Sommer so ein wenig Schatten spenden können. Die Waldkiefern sind im Eingangsbereich zum Steinzeitdorf verteilt und sollen sich erst im Laufe der Zeit zu Bäumen entwickeln. 
Das Einpflanzen erwies sich aufgrund der Bodenverhältnisse als gar nicht so einfach, wusste der Vorarbeiter des AÖZA Teams, Hasib Fiker, zu berichten. Ein Bagger musste die Pflanzlöcher ausheben. Zusätzlich wurde noch Muttererde eingefüllt, um den Jungbäumen beste Voraussetzungen für das Anwachsen zu geben. 
Michael Brohmann, Leiter der Heider Fielmann Niederlassung formulierte treffend, indem er sagte, dass man die Bäume nicht für heute pflanzt, sondern für die nachkommenden Generationen. Der Baum ist das Symbol des Lebens, ist Naturschutz und eine gute Investition in unsere Zukunft. 
Günter Fielmann selbst gilt als Verfechter des Naturschutzgedankens. Der Unternehmer lässt zum Beispiel für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum pflanzen. Bis heute wurden so mehr als eine Million Bäume gesetzt. Seit rund 15 Jahren gilt Fielmann auch als Mäzen des Steinzeitdorfes. Zahlreiche Pflanzaktionen hat er bis heute großzügig unterstützt. 
Sein aktuelles Projekt ist die Förderung des begehbaren Steinzeitgrabes, das sich derzeit noch im Bau befindet. Auch sonst hat sich einiges getan im Steinzeitpark Dithmarschen. So wird es ab diesem Frühjahr in der Nähe des Servicegebäudes, aber außerhalb des eintrittspflichtigen Geländes, selbst gebackenen Kuchen und Kaffee geben. Alles befindet sich im rustikalen Ambiente in einer einem Blockhaus ähnelnden Hütte, die sonn- und feiertags von 13 bis 17 Uhr geöffnet ist.

  • (v.l.) Fielmann Niederlassungsleiter Michael Brohmann, der Geschäftsführer der AÖZA gGmbH Dr. Rüdiger Kelm sowie der Vorsitzende des Fördervereins AÖZA und Vorstandsmitglied der SDW, Region Dithmarschen, Manfred Trube bei der symbolischen Pflegearbeit der neu gepflanzten Laubbäume
  • Ohne Helfer geht es nicht. Das AÖZA Team um Hasib Fiker musste Schwerstarbeit leisten, um den Bäumen die richtigen Voraussetzungen zu geben, die beim Wachsen vonnöten sind (v.l.) Dr. Rüdiger Kelm, Hasib Fiker, Frank Möller, Michael Brohmann, Torsten Hedde, Manfred Trube, Petra Hammerich

    Text und Fotos: Ernst Schatt

Kaffee-Hütte im Steinzeitpark




Unsere MitarbeiterInnen und SteinzeitbetreuerInnen haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Von der Planung bis zur Eröffnung mussten sogar Berge versetzt werden (na ja, was sich die Flachländer so unter Bergen vorstellen). Seit Ostern ist es soweit - leckeren, selbstgebackenen Kuchen und frisch gebrühten Kaffee gibt es nun an Sonn- und Feiertagen bei uns im Steinzeitpark. Unsere neue Kaffee-Hütte vor dem Eingang zum Steinzeitdorf ist an diesen Tagen von 13°° bis 17°° geöffnet.


Die ersten Öffnungstage haben es deutlich gezeigt, daß diese Idee, von einigen BetreuerInnen schwungvoll in die Tat umgesetzt, die oft nachgefragte Möglichkeit der erholsamen Pause vor oder nach dem Spaziergang im Steinzeitpark oder dem Rundgang im Steinzeitdorf, erfolgreich sein wird. Auch viele, die auf den weitläufigen Wanderwegen des Steinzeitparks nur mit ihren Vierbeinern Gassi gehen, können jetzt kaum der Verlockung widerstehen und schauen gern auf einen Kaffee rein.

Momentan sind es vier BetreuerInnen, die im Wechsel den Dienst am Kunden machen, so das jeder einmal im Monat Kuchen backen wird, damit gibt es also immer wieder verschiedene Kuchen.

Kommen Sie auf einen Sprung in die Steinzeit, schauen Sie vorbei, kosten Sie die leckeren Kuchen und empfehlen Sie uns dann weiter.

Karte der Albersdorfer Ziele siehe: mehr

Die Bilder zeigen die BetreuerInnen beim Einrichten der Kaffee-Hütte und die ersten zufriedenen Besucher.


Archäologie an der Stromkabeltrasse

Seit gut einem Jahr verlegt der Netzbetreiber Tennet ein Stromkabel für den Offshore-Windpark HELWIN 1 bei Helgoland quer durch Dithmarschen. Die Trasse verläuft von Stinteck bei Büsum vorbei an den Orten Wöhrden, Meldorf, Barlt, St. Michaelisdonn und Eddelak zum Kernkraftwerk Brunsbüttel. Hier soll der Strom aus dem Offshore-Windpark dann in das deutsche Hochspannungsnetz eingespeist werden. Bagger ziehen dabei einem 1,50 bis 1,80 Meter tiefen, trichterförmigen Graben, in dem das Hochspannungskabel dann unter der Erde verlegt wird.
Dieser Graben, der quer durch Dithmarschen verläuft, bietet den Archäologen eine einmalige Chance, die Geschichte Dithmarschens nachzuvollziehen und durch Funde zu belegen. Deshalb hatte sich die Firma Tennet bereits von Anfang an vertraglich verpflichtet, dass Archäologen die ausgehobene Erde nach historischen Funden absuchen und die Landschaftsentwicklung anhand der Grabenwände dokumentieren dürfen.
"Wir unterstützen die Arbeit der Archäologen mit einer hohen sechsstelligen Summe" berichtete der Tennet-Sprecher Alexander Greß auf einer Fachtagung im Albersdorfer Bürgerhaus. Hier zogen die beteiligten Archäologen eine erste Zwischenbilanz über ihre gewonnenen Erkenntnisse, obwohl die Auswertung der zahlreichen Proben noch lange Zeit in Anspruch nehmen wird und sich daraus weitere Erkenntnisse ergeben werden. Gastgeber war Dr. Rüdiger Kelm vom Albersdorfer Museum für Archäologie und Ökologie, der 2013 eine Sonderausstellung im Museum über das Projekt plant.
Helge Erlenkeuser und Dr. Ulf Ickerodt vom Archäologischem Landesamt berichteten von den gemachten Funden. Bei Büsum-Deichhausen wurde ein mittelalterlicher Deich gestreift, vom dem jetzt die Bauweise im Detail bekannt geworden ist.
Überraschend wurden im 1979 eingedeichten Speicherkoog nahe Nordermeldorf alte Siedlungsreste gefunden, ein Brunnen unter einer 1,20 Meter hohen Sedimentschicht. Hier haben also Menschen gewohnt, bevor eine große Flut das Land wegriss und alles bis zur Unkenntlichkeit überspülte. Die Sedimente, die Pflanzenreste und Pollen im Brunnen werden noch wichtige Grundlagen für die Landschaftsentwicklung und die Siedlungsgeschichte an unserer Küste ergeben.
In Elpersbüttlerdonn entdeckten die Archäologen Hakenpflugspuren, die auf eine sehr frühe Siedlung hindeuten. In der Jungsteinzeit wurde der Boden mit einfachen Geräten nur aufgebrochen und nicht umgepflügt, charakteristisch ist dabei, dass über Kreuz gepflügt wurde.
Bei Eddelak wurden Funde aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert geborgen. Keramikscherben, Hölzer und Knochen passen zu Funden, die im Heimatmuseum in Marne aufbewahrt werden. Sie deuten auf die erste Besiedlung der Marsch hin, dem Küstenstreifen, den die Nordsee durch Anspülungen zu dieser Zeit erstmalig für Menschen und Tiere begehbar machte. "Erste vorläufige Erkenntnisse zeigen (jedoch), dass es nicht die Nordsee war, deren Sedimente die alte Marsch bildete, sondern dass das Brackwasser das Ablagerungsmilieu bestimmte und auch dass es mittelalterliche Torfbildung gegeben haben muss", so Helge Erlenkeuser.

Flintstein bearbeiten

Teilnehmer am Lehrgang 
Die Betreuer im Steinzeitpark Dithmarschen erhielten am 05.03.2012 von Harald Eggers eine Einführung in das Thema "Flintstein bearbeiten". Die meisten Betreuer nutzten diese Gelegenheit, um ihr Wissen aufzufrischen, der Lehrgang war jedenfalls gut besucht.







Werkzeuge zum Bearbeiten von Flintsteinen 















Arbeiten mit Flintstein



Neuer Standort für Grabhügel

Ärgerlich für Gemeinde und AÖZA gGmbH: Der vorgesehene Standort für das begehbare Hügelgrab liegt nicht im Bebauungsplan - wie die Behörde jetzt bei der Prüfung des Bauantrags festgestellt hat.
Eine Änderung des Bebauungsplanes würde erhebliche Zeitverzögerung bringen und dabei die Finanzierung für den Bau gefährden, da die eingeplanten Fördermittel nicht rechtzeitig abfließen würden.
Also muss der Standort des Grabhügels um 25 Meter näher an das Servicegebäude rücken. Dort steht das Hügelgrab zwar nicht an dem Standort, den sich die Steinzeitleute ausgesucht hätten. Sie hätten das Grab auf einer Anhöhe gebaut, wie de archäologische Funde zeigen. Dafür liegt der Grabhügel jetzt aber innerhalb der Baugrenzen - ach wären wir doch noch in der Steinzeit!
Erste Bauphase, Foto Klaus-Otto Timm
Das begehbare Hügelgrab wird eine besondere Attraktion des Steinzeitparks werden.Mit rund 23 Meter im Durchmesser und 4 Meter in der Höhe wird das eine mächtige Anlage, noch größer als der echte bronzezeitliche Grabhügel gegenüber. In seinem Inneren soll die Geschichte der steinzeitlichen Bestattungsformen über mehr als ein Jahrtausend dargestellt werden. Besucher können sozusagen in ein Großsteingrab hineinsehen oder in einen Bronzezeit-Grabhügel mit einem Baumsarg und mehreren Urnen aus verschiedenen Epochen der Entwicklung des Menschen.