Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, in dem das Bogentreffen buchstäblich
ins Wasser fiel, hatte der Wettergott dieses Mal ein Einsehen, und
bescherte Trockenheit, milde Temperaturen und ausgiebigen Sonnenschein
am 21. und 22. Juli für Teilnehmer und Besucher des
Prähistorischen Bogenschützentreffens.

Bogenschützen aus verschiedenen Zeitepochen und sogar berittene Amazonen
von den „Bowriders“ aus Heide waren angetreten, um die besten Bogner zu
ermitteln. Besonders erfreulich war die Teilnahme zahlreicher
Jugendlicher. Einige Teilnehmer waren schon am Freitag angereist und
hatten ihr „typisches“ Lager aufgebaut. Voraussetzung bei diesem Turnier
war die jeweils zeitgerechte Kleidung und das passende Schießzeug, wie
einfache Holzbögen und Pfeile. Hier und da musste man natürlich ein Auge
zudrücken, wenn jemand gerade anfing, seine Ausrüstung authentisch zu
gestalten.

In dem 25 Stationen umfassenden Parcours waren nicht nur jagdbare Tiere,
wie Rehbock, Bär oder Wildschwein zu „erlegen“, sondern auch einige
Prüfungen zu absolvieren, die das ganze bognerische Geschick
verlangten. Es war einfach ein wunderschönes Bild, zusammen mit den
Studenten aus Hamburg, die sich eine Woche lang in steinzeitlichen
Techniken übten, dem Steinzeitdorf Leben einzuhauchen.

Der laue Sommer-Samstagabend war perfekt, um bei Fackelschein ein Ziel aufzubauen. Einmal mehr musste hierbei das instinktive Schießen unter
Beweis gestellt werden. Die Bogenreiter beendeten diesen geradezu
märchenhaften Abend mit einer kleinen Lichtershow.
Der Besucherandrang

war am Sonntag so groß, dass die letzte Jagd auf den „rasenden Eberhard“
aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste.
Ein kleines Missgeschick gab es auch. Ein Ritter und Falkner war in
seinen

Bewegungen etwas zu hastig, als er vom schwimmenden Kanu schießen wollte. Kopfüber landete er im kleinen, neuen Teich, konnte aber aus eigener Kraft zurück ins Boot klettern. Das „Schöne“ daran, er konnte am
meisten über sich selber lachen. Dank des sonnigen Wetters war alles
schnell wieder trocken.
Sieger waren, sowohl bei den Männern, den Frauen und Kindern einmal mehr
die Wikinger. Aus den, von allen Teilnehmern mitgebrachten, kleinen
Präsenten konnten sie sich als erste ihren Preis aussuchen. Die
restlichen Geschenke wurden verlost, so dass alle Teilnehmer eine
Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten.
Die einhellige Meinung aller war, dass das Turnier auch 2013 stattfinden
sollte.
Wann das Treffen stattfindet sehen Sie dann im neuen Veranstaltungskalender des
AÖZA oder im
Albersdorf-Kalender